Kosmisches Wetter 13. September 2026: Nach dem Ausbleiben des angekündigten G2-Sturms wurde es zunächst tatsächlich ruhiger. Doch damit ist die Geschichte offenbar noch nicht ganz beendet. Auf der Sonne stehen neue koronale Löcher im Fokus, der geomagnetische Index liegt in der aktuellen Darstellung wieder bei Kp 4, und auch die Schumann-Spektrogramme zeigen über die vergangenen Tage wechselnde, teilweise deutlich ausgeprägte Intensitätsphasen.

Hinzu kommt ein Ereignis, das für Deutschland ungewöhnlich genug war, um viele Menschen aufhorchen zu lassen: Am 10. September bebte in Rheinland-Pfalz die Erde spürbar.

Es lohnt sich deshalb heute erneut, die verschiedenen Ebenen nebeneinanderzulegen.

Kosmisches Wetter 13. September 2026: Was kommt nach CH179?

CH179 hatte uns Anfang September mehrere Tage beschäftigt. Sein schneller Sonnenwind erreichte die Erde, die Geschwindigkeit stieg zeitweise auf rund 600 Kilometer pro Sekunde und es kam zu G1-Sturmphasen. Die anschließend erwartete Verstärkung auf G2 blieb jedoch aus.

Inzwischen ist CH179 nicht mehr der entscheidende Faktor. Interessant ist aber, dass seine Nachwirkungen noch messbar waren: SIDC meldete zuletzt weiterhin erhöhte Elektronenflüsse im geostationären Orbit als Reaktion auf den zuvor schnellen Sonnenwind von CH179.

Gleichzeitig rücken neue koronale Löcher nach.

SIDC erwartete zunächst einen möglichen High-Speed-Stream von CH180. Noch interessanter für den 13. September ist ein weiteres längliches koronales Loch negativer Polarität, das seit dem 10. September den Zentralmeridian der Sonne überquerte. SIDC rechnete damit, dass dessen schneller Sonnenwind um den 13. September die Bedingungen an der Erde verstärken könnte. Dabei wurden aktive geomagnetische Bedingungen bis ungefähr K 4 für möglich gehalten.

Und genau hier wird die heutige Aufnahme interessant.

Kp 4 – noch kein Sturm, aber auch nicht völlig ruhig

Dein aktuelles Schumann-Dashboard zeigt unten einen geomagnetischen Wert von 4,0.

Damit befinden wir uns noch nicht in einem geomagnetischen Sturm. Auf der NOAA-Skala beginnt G1 erst bei Kp 5. Kp 4 bezeichnet aber bereits eine aktive beziehungsweise deutlich unruhigere geomagnetische Situation.

Das passt zumindest zeitlich zu der Erwartung, dass um den 13. September erneut schneller Sonnenwind eintreffen könnte.

Die aktuelle NOAA-Anzeige, die ich abrufen kann, zeigt dabei Sonnenwind um 347 km/s, ein Gesamtmagnetfeld Bt von ungefähr 4 nT und Bz um +4 nT. Das ist momentan kein dramatischer Sonnenwind.

Das bedeutet: Wir sehen aktuell keine Wiederholung der fast 600 km/s starken Phase von CH179. Sollte ein neuer High-Speed-Stream vollständig eintreffen, wäre insbesondere interessant, ob Geschwindigkeit und Magnetfeld in den kommenden Stunden noch anziehen.

Und was macht AR4524?

Hier bleibt es vergleichsweise unspektakulär.

Die gesamte Sonnenaktivität wurde zuletzt von SIDC als niedrig eingestuft. Es traten lediglich C-Klasse-Flares auf. Auf der sichtbaren Sonnenscheibe befanden sich sieben nummerierte Sonnenfleckengruppen, die magnetisch lediglich als Alpha oder Beta klassifiziert wurden.

Komplexe magnetische Konfigurationen, wie sie für größere Flares besonders interessant wären, fehlten.

Auch ein neuer relevanter erdgerichteter CME von AR4524 ist derzeit nicht das Thema.

Damit hat sich unser Beobachtungsschwerpunkt gegenüber Anfang September verschoben:

Damals war es AR4524 + CH179 + mehrere CMEs.

Jetzt sind es vor allem die koronalen Löcher und ihre möglichen High-Speed-Streams.

Schumann-Resonanz: Wieder ein anderes Bild als Kp allein

Besonders spannend bleibt deshalb deine aktuelle Schumann-Aufnahme.

Sie zeigt:

Geomagnetik: 4,0
Schumann-Amplitude A1: 4,7
Sturmstatus: RUHIG

Die Zahl 4,7 bezeichnet dabei wieder die angezeigte Amplitude A1, nicht die bekannte Schumann-Grundfrequenz um ungefähr 7,8 Hertz.

Im Tomsk-Spektrogramm ist über den Zeitraum vom 11. bis 13. September kein gleichförmiges Bild zu erkennen. Stattdessen wechseln ruhigere blaue Bereiche mit deutlich helleren grünen, gelben und teilweise orangefarbenen Intensitätsstrukturen. Besonders markant erscheint eine intensivere Phase um den 12. September.

Auch die Cumiana-Aufzeichnungen zeigen zeitlich begrenzte ausgeprägte Strukturen.

Interessant ist dabei erneut das Auseinanderlaufen der Messgrößen: Eine Amplitude von 4,7 wirkt zunächst gar nicht außergewöhnlich hoch, während einzelne Bereiche des Spektrogramms optisch trotzdem wesentlich intensiver erscheinen.

Das ist kein Widerspruch. Ein einzelner aktueller Amplitudenwert beschreibt nicht das komplette Geschehen der vergangenen 24 oder 48 Stunden.

Und genau deshalb schauen wir uns bei Zeichen13 nicht nur eine Zahl an, sondern den zeitlichen Verlauf.

Erdbeben in Deutschland: M3,5 bei Bobenheim-Roxheim

Ein Ereignis der vergangenen Tage verdient diesmal einen eigenen Abschnitt.

Am 10. September um 15:27 UTC – 17:27 Uhr deutscher Sommerzeit – registrierte der Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz ein Erdbeben bei Bobenheim-Roxheim mit einer lokalen Magnitude von 3,5 und einer Tiefe von ungefähr acht Kilometern. Eine automatische Auswertung lokalisierte dasselbe Ereignis bei Worms mit Magnitude 3,4.

Das Beben war deutlich wahrnehmbar. Nach Angaben der Tagesschau beziehungsweise des Landeserdbebendienstes konnten die Erschütterungen noch bis Mannheim gespürt werden. Zahlreiche Menschen meldeten sich bei der Polizei; Hinweise auf Verletzte oder Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das ist wichtig für unsere Dokumentation, weil wir möglichst exakt bleiben wollen: In sozialen Netzwerken und verschiedenen Erdbebenportalen können bei einem frischen Ereignis zunächst unterschiedliche Magnituden und Ortsangaben auftauchen. Für unsere Chronik übernehmen wir deshalb die nachträgliche Lokalisierung des zuständigen Landeserdbebendienstes: Bobenheim-Roxheim, M3,5.

Und weltweit?

Auch global läuft die Seismik natürlich weiter.

Die aktuelle weltweite Übersicht, die ich für heute finde, führt in den vergangenen 24 Stunden ungefähr ein Erdbeben über Magnitude 5, 46 zwischen M4 und M5 sowie rund 200 zwischen M3 und M4. Diese Zahlen verändern sich laufend, weil neue Ereignisse hinzukommen und Magnituden nachträglich korrigiert werden.

Damit sehen wir aktuell keinen außergewöhnlichen weltweiten Schwarm großer Erdbeben.

Das deutsche Ereignis fällt für uns vielmehr deshalb auf, weil ein Beben dieser Stärke in unserer Region deutlich ungewöhnlicher und für viele Menschen unmittelbar wahrnehmbar ist.

Sonne, Schumann und Erdbeben – ergibt sich daraus schon ein Zusammenhang?

Gerade nach einem spürbaren deutschen Erdbeben liegt die Versuchung nahe, alle Beobachtungen zusammenzuziehen.

Wir hatten schnellen Sonnenwind.
Wir hatten geomagnetische Aktivität.
Wir sehen Veränderungen in den Schumann-Spektrogrammen.
Und kurz darauf bebte die Erde in Rheinland-Pfalz.

Für unsere Beobachtungsreihe ist diese zeitliche Nähe durchaus etwas, das wir notieren sollten.

Aber genau die vergangenen Tage zeigen auch, warum wir eine längere Chronik brauchen.

Denn heute sehen wir beispielsweise wieder Kp 4, ohne gleichzeitig ein großes Erdbebenereignis zu beobachten. An anderen Tagen hatten wir auffällige Schumann-Strukturen bei niedrigem Kp. Und während CH179 die Erde mit fast 600 km/s schnellem Sonnenwind beeinflusste, blieb die globale Seismik zeitweise sogar unter ihrem langjährigen Durchschnitt.

Genau solche Gegenbeispiele gehören genauso in unsere Sammlung wie auffällige zeitliche Übereinstimmungen.

Unser Ansatz bleibt deshalb:

Beobachten. Dokumentieren. Vergleichen.

Nicht nur die Treffer – sondern auch die Tage, an denen nichts zusammenpasst.

Wie geht es euch aktuell?

Und damit kommen wir wieder zur menschlichen Ebene.

Wie habt ihr die vergangenen drei Tage erlebt?

Nach der stärkeren Sonnenwindphase Anfang September folgte zunächst eine deutliche geomagnetische Beruhigung. Jetzt sehen wir wieder Kp 4 und warten darauf, ob sich der angekündigte neue High-Speed-Stream tatsächlich in den Sonnenwindmessungen bemerkbar macht.

Gerade deshalb interessiert mich diesmal der Unterschied zwischen den Tagen.

Gab es Phasen ungewöhnlicher Müdigkeit oder im Gegenteil besonders viel Energie? Kopfdruck, Konzentrationsschwierigkeiten, Kreislaufempfindlichkeit, innere Unruhe, Gereiztheit, Überreizung – oder vielleicht gerade eine deutliche Beruhigung?

Wir sammeln diese Wahrnehmungen nicht als Beweis für eine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung. Interessant wird es vielmehr dann, wenn sich über Wochen und Monate wiederkehrende zeitliche Muster zeigen – oder eben nicht.

Kosmisches Wetter am 13. September 2026 mit Mensch und Katze unter einem kosmischen Himmel, während Sonnenwind, Erdmagnetfeld und schmale Mondsichel eine Phase zwischen Ruhe und neuer Aktivität symbolisieren.

Heute richtet sich der Blick wieder zur Sonne

Das Kosmische Wetter am 13. September 2026 ist damit wesentlich weniger dramatisch als die Phase um den 7. und 8. September – aber keineswegs uninteressant.

AR4524 ist weitgehend aus dem Rampenlicht verschwunden. Der große G2-Sturm, auf den wir zeitweise gewartet hatten, kam nicht. CH179 liegt hinter uns.

Doch neue koronale Löcher übernehmen möglicherweise bereits.

Und ausgerechnet für den 13. September hatte SIDC eine erneute Verstärkung des Sonnenwinds durch einen High-Speed-Stream für möglich gehalten.

Deshalb beobachten wir jetzt vor allem drei Werte: Sonnenwindgeschwindigkeit, Bt und Bz.

Sollte der Sonnenwind deutlich anziehen und Bz gleichzeitig länger nach Süden drehen, könnte auch die geomagnetische Aktivität erneut steigen. Noch sind wir mit Kp 4 aber unterhalb der G1-Sturmschwelle.

Es ist also wieder eine dieser Übergangsphasen.

Nicht Sturm.

Aber möglicherweise auch noch nicht das Ende der Geschichte.

Fortlaufende Verbindung zwischen Sonne, Sonnenwind, Erdmagnetfeld, Schumann-Aufzeichnungen, Seismik und unserem allgemeinen Befinden sammeln wir unter Kosmisches Wetter. Und Mondstand, Mondzyklus und tatsächlicher siderischer Himmel gehören in unseren Mondkalender – Wahre Siderische Astrologie.