Kosmisches Wetter 15. September 2026: Auf den ersten Blick ist es heute Morgen erstaunlich ruhig. Die aktuelle Darstellung zeigt einen geomagnetischen Kp-Index von nur 2,0 und auch der Sturmstatus steht auf „RUHIG“. Gleichzeitig befindet sich die Erde aber erneut in einer interessanten Übergangsphase: Nach CH179 stehen inzwischen andere koronale Löcher im Fokus, deren schneller Sonnenwind die Bedingungen in Erdnähe wieder verändern könnte.

Dazu kommt ein auffälliger Kontrast in den Schumann-Aufzeichnungen. Während das Erdmagnetfeld aktuell ruhig erscheint, zeigt insbesondere das Tomsk-Spektrogramm vom 14. September eine deutlich hervortretende Intensitätsphase.

Und auch die Erde selbst bleibt in Bewegung: In den vergangenen 24 Stunden erreichte das stärkste von dir erfasste Beben Magnitude 5,6 bei den indonesischen Molukken. Ein Beben der Stärke 4,9 in Kolumbien wurde großräumig wahrgenommen.

Es ist also wieder einer dieser Tage, an denen die verschiedenen Ebenen kein einheitliches Bild ergeben.

Katze blickt über eine ruhige Landschaft im goldenen Morgenlicht – Beitragsbild zum kosmischen Wetter am 15. September 2026 und zur aktuellen Phase zwischen Ruhe und neuem Sonnenwind.

Kosmisches Wetter 15. September 2026: CH179 ist vorbei – was kommt jetzt?

CH179 hat seine Hauptrolle zunächst ausgespielt. Das koronale Loch hatte Anfang September schnellen Sonnenwind zur Erde geschickt, die Geschwindigkeit zeitweise auf rund 600 Kilometer pro Sekunde steigen lassen und G1-Sturmphasen ausgelöst.

Danach beruhigte sich das System deutlich.

Doch die Sonne dreht sich weiter – und damit gelangen neue koronale Löcher in eine für die Erde interessante Position.

SIDC beobachtet derzeit insbesondere zwei negative koronale Löcher. CH149 überquerte um den 11.–13. September den Zentralmeridian der Sonne. CH142 folgte weiter nördlich und befand sich am 14. September bei ungefähr N29W02, also ebenfalls praktisch am Zentralmeridian.

Warum ist das wichtig?

Koronale Löcher kann man sich vereinfacht als Regionen vorstellen, in denen sich das solare Magnetfeld weit in den Weltraum öffnet. Dadurch kann Sonnenwind mit höherer Geschwindigkeit entweichen. Dreht sich ein solches Gebiet in eine günstige Position zur Erde, kann dieser High-Speed-Stream einige Tage später unseren Planeten erreichen.

Genau darauf warten wir jetzt wieder.

SIDC hatte zunächst einen möglichen Einfluss von CH149 erwartet und anschließend einen weiteren Anstieg des Sonnenwinds durch CH142 um den 15. September in Aussicht gestellt. Dabei wurden zeitweise K-Werte bis etwa 5 für möglich gehalten.

Der Sonnenwind ist bislang noch erstaunlich ruhig

Und hier wird die heutige Situation interessant.

Der erwartete kräftige Geschwindigkeitsschub ist bislang nicht mit der Intensität eingetroffen, die wir Anfang September bei CH179 gesehen hatten.

Am 14. September registrierten die Messinstrumente zwar um 02:25 UTC einen schwachen Schock im Sonnenwind. Dabei sprang das interplanetare Magnetfeld von ungefähr 4 auf 8 Nanotesla, die Geschwindigkeit von etwa 260 auf 350 Kilometer pro Sekunde und die Teilchendichte von ungefähr 1 auf 4 Teilchen pro Kubikzentimeter.

Danach blieb die Sonnenwindgeschwindigkeit jedoch vergleichsweise niedrig. SIDC sah zunächst auch keine bedeutende geomagnetische Reaktion.

Das ist etwas völlig anderes als der deutliche CH179-Einschlag vor gut einer Woche.

Damals sprang die Geschwindigkeit in Richtung 600 Kilometer pro Sekunde.

Jetzt sehen wir eher ein langsames Anklopfen als einen kräftigen Einschlag.

G1 bleibt möglich – aber entscheidend sind die Messwerte

Die Prognosen lassen dennoch einzelne aktive beziehungsweise G1-nahe Phasen zu. Das passt zur erwarteten Ankunft der neuen High-Speed-Streams.

Aber genau hier sollten wir zwischen Prognose und Beobachtung unterscheiden.

Deine aktuelle Darstellung vom Morgen des 15. September zeigt:

Kp 2,0 – Sturmstatus RUHIG.

Damit befinden wir uns momentan klar unterhalb eines geomagnetischen Sturms. G1 beginnt erst bei Kp 5.

Die entscheidende Frage für heute lautet deshalb nicht: „Wie stark ist der Sturm?“

Sondern:

Kommt der prognostizierte schnelle Sonnenwind überhaupt noch deutlich bei uns an?

Darauf geben uns in den nächsten Stunden vor allem Sonnenwindgeschwindigkeit, Magnetfeldstärke Bt und die Nord-Süd-Komponente Bz eine Antwort.

AR4524 ist inzwischen nicht mehr der Hauptdarsteller

Auch auf der Sonne selbst hat sich die Situation gegenüber Anfang September verändert.

AR4524 hatte uns mit M-Flares und mehreren CMEs beschäftigt. Inzwischen ist diese Region jedoch weitgehend aus dem Fokus gerückt.

Die Sonnenaktivität blieb zuletzt niedrig und wurde überwiegend von C-Klasse-Flares bestimmt. SIDC erwartet weiterhin hauptsächlich C-Klasse-Aktivität.

Damit hat sich das gesamte Weltraumwetter innerhalb von gut einer Woche deutlich verändert.

Erst hatten wir:

AR4524 + CMEs + CH179.

Jetzt beobachten wir:

CH149 + CH142 + mögliche neue High-Speed-Streams.

Das ist ein schönes Beispiel dafür, warum Weltraumwetter kein einzelnes Ereignis ist. Die Quellen wechseln ständig.

Schumann-Resonanz: Kp 2 – aber was geschah am 14. September?

Und jetzt kommen wir zum vielleicht auffälligsten Bild des heutigen Tages.

Die aktuelle Darstellung von Herzschlag der Erde zeigt:

Geomagnetik: 2,0
Schumann-Amplitude A1: 5,6
Sturmstatus: RUHIG

Die Amplitude von 5,6 ist dabei wieder nicht mit der bekannten Schumann-Grundfrequenz um ungefähr 7,8 Hertz zu verwechseln.

Viel interessanter ist diesmal der zeitliche Verlauf.

Im Tomsk-Spektrogramm ist über den 13., 14. und beginnenden 15. September eine überwiegend blau-grüne Grundstruktur zu erkennen. Doch am 14. September taucht eine ausgesprochen helle, scharf begrenzte Struktur auf, die bis in gelbe, orange und teilweise nahezu weiße Intensitätsbereiche reicht.

Auch davor sind einzelne vertikale Intensitätsimpulse sichtbar.

Heute Morgen wirkt das Bild dagegen bereits wieder wesentlich gleichmäßiger.

Das ist für unsere Beobachtungsreihe besonders interessant, denn am 14. September wurde tatsächlich auch eine schwache Veränderung im Sonnenwind registriert: der Schock um 02:25 UTC.

Damit haben wir eine zeitliche Überschneidung, die wir dokumentieren können.

Ob beide Erscheinungen physikalisch miteinander zusammenhängen, lässt sich aus dieser zeitlichen Nähe allein nicht ableiten. Aber genau dafür führen wir diese Chronik: Wir halten fest, wann verschiedene Systeme gleichzeitig Veränderungen zeigen und wann sie vollkommen unabhängig voneinander verlaufen.

Und heute haben wir bereits wieder ein Gegenbeispiel:

Das Schumann-Spektrogramm zeigt rückblickend eine markante Phase – während der aktuelle Kp nur bei 2 liegt.

Erdbeben: M5,6 bei Indonesien – M4,9 in Kolumbien deutlich gespürt

Auch die Seismik gehört wieder in unseren Vergleich.

In deiner aktuellen 24-Stunden-Auswertung vom 15. September ist das stärkste Ereignis ein Erdbeben der Magnitude 5,6 bei Kabupaten Pulau Morotai, rund 384 Kilometer östlich von Manado in Indonesien.

Damit bewegen wir uns zwar in einem Bereich, der regional deutlich wahrnehmbar sein kann, global betrachtet aber nicht außergewöhnlich ist.

Interessant ist außerdem Kolumbien.

Ein Beben der Magnitude 4,9 im Bereich Chocó/Kolumbien wurde nach deiner aktuellen Übersicht großräumig gespürt.

Gerade dieses Beispiel zeigt wieder, warum Magnitude allein nicht darüber entscheidet, wie eindrucksvoll ein Erdbeben von Menschen wahrgenommen wird. Tiefe, Entfernung zu Siedlungen, Untergrund und Bauweise spielen ebenfalls eine erhebliche Rolle.

Das jüngste in deiner Übersicht verzeichnete Ereignis lag heute Morgen bei lediglich Magnitude 2,2 in Kalifornien.

Wir sehen damit derzeit keine außergewöhnliche weltweite Serie sehr großer Erdbeben.

Das bleibt trotzdem Teil unserer Chronik – gerade weil ruhige und durchschnittliche Tage für einen langfristigen Vergleich genauso wichtig sind wie auffällige.

Vom deutschen Erdbeben bis Indonesien

Bemerkenswert bleibt außerdem das deutsche Beben vom 10. September.

Der Landeserdbebendienst Rheinland-Pfalz lokalisierte dieses Ereignis bei Bobenheim-Roxheim mit Magnitude 3,5. Es war bis in den weiteren Raum Mannheim wahrnehmbar.

Damit liegen innerhalb unserer aktuellen Beobachtungsperiode sehr unterschiedliche seismische Ereignisse: das ungewöhnlich deutlich wahrgenommene deutsche Beben, anschließend weitere weltweite Ereignisse im M4- und M5-Bereich – aber bislang keine außergewöhnliche globale Eskalation.

Auch das gehört zu unserem Bild:

Nicht jeder auffällige Zeitraum in den Sonnen- oder Schumann-Daten geht mit außergewöhnlicher Seismik einher.

Der Mond wächst wieder – 17,6 Prozent

Auch am Himmel hat sich seit unserem letzten Bericht sichtbar etwas verändert.

Vor wenigen Tagen war der Mond mit nur 1,3 Prozent Beleuchtung praktisch verschwunden.

Heute liegt seine beleuchtete Fläche bereits wieder bei 17,6 Prozent.

Wir befinden uns damit in der Phase der zunehmenden Mondsichel.

Der neue Mondzyklus ist also deutlich sichtbar angelaufen.

Die astronomische Mondphase gehört hier zu unserem allgemeinen Himmelsbild. Wo der Mond am tatsächlichen Sternenhimmel steht und welche siderischen Themen sich daraus ergeben, behandeln wir dagegen ausführlicher im Mondkalender – Wahre Siderische Astrologie.

Und wie fühlt sich diese Übergangsphase an?

Gerade heute interessiert mich wieder das allgemeine Befinden.

Denn wir befinden uns in einer ungewöhnlich guten Vergleichssituation.

Die stärkere Sonnenwindphase von CH179 liegt hinter uns. Das Erdmagnetfeld ist heute Morgen mit Kp 2 ruhig. Gleichzeitig gab es gestern eine markante Phase in den Schumann-Aufzeichnungen und wir warten darauf, ob der nächste High-Speed-Stream die Erde deutlicher erreicht.

Wie fühlt sich dieser Wechsel für euch an?

Vielleicht ungewöhnliche Müdigkeit oder im Gegenteil mehr Energie? Innere Ruhe oder Nervosität? Konzentrationsfähigkeit, Kopfdruck, Kreislaufempfindlichkeit, Gereiztheit, Überreizung oder einfach das Gefühl, heute wieder klarer zu sein?

Auch ein schlichtes „Ich merke überhaupt nichts“ ist für unseren Vergleich interessant.

Denn wenn wir ernsthaft nach wiederkehrenden Mustern suchen wollen, dürfen wir nicht nur die Tage dokumentieren, an denen etwas auffällig erscheint.

Ruhe heißt heute vor allem: Wir warten auf Messwerte

Das Kosmische Wetter am 15. September 2026 erzählt damit eine andere Geschichte als noch vor einer Woche.

AR4524 ist ruhig geworden.

CH179 liegt hinter uns.

Der schwache Schock vom 14. September brachte keine bedeutende geomagnetische Reaktion.

Die Schumann-Aufzeichnungen zeigten trotzdem eine markante Intensitätsphase.

Die weltweite Seismik bewegt sich derzeit überwiegend in einem normalen Bereich.

Und der Mond wächst bereits wieder auf 17,6 Prozent an.

Doch auf der Sonne stehen mit CH149 und insbesondere CH142 bereits die nächsten möglichen Quellen schnellen Sonnenwinds bereit. SIDC hatte den möglichen Einfluss von CH142 ausdrücklich um den 15. September erwartet.

Damit haben wir heute einen ziemlich klaren Beobachtungsauftrag:

Kommt der High-Speed-Stream – oder bleibt es bei der Ruhe vor dem Sonnenwind?

Sobald Geschwindigkeit, Bt, Bz oder Kp deutlich reagieren, wissen wir mehr.

Bis dahin gilt bei Zeichen13 wieder:

Beobachten. Dokumentieren. Vergleichen.

Wer die einzelnen Vorgänge auf der Sonne verfolgen möchte, findet Flares, Sonnenflecken, koronale Löcher und CMEs unter Kosmische News. Die Verbindung zwischen Sonnenwind, Erdmagnetfeld, Schumann-Aufzeichnungen, Seismik und allgemeinem Befinden verfolgen wir hier unter Kosmisches Wetter. Mondstand und tatsächlicher siderischer Himmel finden ihren Platz im Mondkalender – Wahre Siderische Astrologie.