Kosmisches Wetter 15.02.2026: Nachwirkung vom 14.2. · Sonnenwind & G1–G2-Lage

🌌 Kosmisches Wetter 15.02.2026

Nachwirkung vom 14.2. · Sonnenwind aus koronalen Loch · G1–G2 möglich

Der 15. Februar 2026 steht im Zeichen einer geomagnetischen Reaktion, die nicht durch starke Flares, sondern durch erdgerichteten Sonnenwind verursacht wird.


☀️ Sonnenaktivität – Stand 14.–15. Februar

Am 14.02.:

  • AR4374 erzeugte mehrere kleine C2.2-Flares
  • AR4737 produzierte überwiegend B- und kleinere C-Flares
  • AR4366, zuvor für X-Flares verantwortlich, ist inzwischen über den Westrand gewandert und nicht mehr erdgerichtet

Aktuelle Röntgenwerte:

  • aktuell: B5.13
  • 2h-Max: B6.38
  • 24h-Max: C1.32

➡️ Die Flare-Aktivität ist niedrig bis moderat.

🌍 Schumann-Resonanzen – 15.02.2026

Das aktuelle Spektrogramm zeigt:

  • klare, stabile Grundfrequenz um ~7,8 Hz
  • gleichmäßige horizontale Harmonische
  • keine massiven weißen Übersteuerungszonen
  • nur vereinzelte vertikale Impuls-Linien
  • insgesamt deutlich ruhiger als am 11.–12.02.

Einordnung

Die starken Ausschläge der Vortage sind abgeklungen.
Heute sehen wir:

  • Normalisierung der Ionosphäre
  • keine Blackout-Phasen
  • moderate Amplituden

Das passt zur geomagnetischen Lage:
leichte Aktivität durch Sonnenwind, aber keine extreme Magnetfeldkopplung.


🌋 Seismik – Ergänzung 15. Februar 2026

🇩🇪 Niedersachsen

Die Region um:

  • Kirchlinteln
  • Visselhövede
  • Rotenburg (Wümme)

zeigte zuletzt leichte Beben im Bereich M2–M3.

Aktuell:

  • keine neue Häufung
  • keine eskalierende Serie
  • keine spürbare Nachaktivität

Diese Beben gehören zur bekannten norddeutschen Spannungszone und sind nicht außergewöhnlich.


🇨🇿 Vogtland / Milhostov

  • der Schwarm mit Magnituden bis ~M1.7 scheint abgeklungen
  • keine neue Schwarmintensivierung
  • normale Hintergrundaktivität

Das passt zum typischen Schwarmmuster der Region: kurze Aktivitätsphasen, dann Ruhe.


🌍 Global

  • keine ungewöhnlichen Großbebenhäufungen
  • normale Verteilung im pazifischen Feuerring
  • keine Kopplung mit der aktuellen geomagnetischen Lage erkennbar

Wichtig:
Es gibt keinen belastbaren wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen kurzfristigen geomagnetischen Schwankungen und regionalen Erdbeben dieser Größenordnung.


🌬️ Entscheidender Faktor: Koronales Loch

Ein C-förmiges koronales Loch nahe dem Zentralmeridian ist aktuell der relevante Treiber.

Koronale Löcher:

  • sind Regionen mit offenen Magnetfeldlinien
  • lassen Hochgeschwindigkeits-Sonnenwind entweichen
  • können geomagnetische Aktivität auslösen

Da dieses Loch nahezu erdgerichtet lag, erreicht uns nun verstärkter Sonnenwind.

Erwartung für den 15.02.:

  • G1–G2 geomagnetische Bedingungen möglich
  • KP-Werte im leicht bis moderat aktiven Bereich

🧲 Aktuelle geomagnetische Lage

  • KP im Bereich um 3
  • keine starke Sturmstufe
  • keine Hinweise auf extreme CME-Ereignisse

Die Dynamik ist moderat und entspricht einer normalen Hochgeschwindigkeits-Sonnenwindphase im aktuellen Sonnenzyklus.


🌑 Zur Saturn–Neptun-Konjunktion

Die am 17.02. diskutierte Saturn–Neptun-Konjunktion hat keinen physikalischen Einfluss auf das kosmische Wetter.

Physikalische Einordnung:

  • Planetengravitation beeinflusst die Sonne minimal
  • diese Kräfte sind verschwindend gering gegenüber internen Magnetfeldprozessen
  • es gibt keinen belegten Mechanismus, der Konjunktionen mit Sonnenstürmen verbindet

Konjunktionen sind:

✔ astronomisch real
✔ orbital interessant
✖ kein Auslöser für Sonnenwind
✖ kein Auslöser für Flares
✖ kein Auslöser für geomagnetische Stürme


🧭 Gesamtbild 15.02.2026

  • Sonnenwindphase aktiv
  • G1–G2 möglich
  • Schumann normalisiert
  • Seismik regional ruhig
  • keine Eskalation erkennbar

Wir sehen eine stabile Übergangsphase mit moderater Magnetfeldreaktion – ohne außergewöhnliche tektonische Begleiterscheinungen.

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